Ein tödlicher Tag in Syrien - zwei Krankenhäuser und ein Flüchtlingslager angegriffen

von Redaktion UOSSM Germany

Washington DC. Es war ein weiterer zerstörerischer und blutiger Tag in Syrien als zwei Krankenhäuser und ein Flüchtlingslager angegriffen wurden. Viele sind jetzt in Gebieten gefangen an denen täglicher Bombenhagel herrscht, ohne Zugang zur medizinischen Versorgung. Um 1 Uhr nachts wurde ein Krankenhaus in Daraa von acht Fassbomben getroffen, was eine große Zerstörung hinterließ - das Krankenhaus ist jetzt außer Betrieb.

Vor dem Angriff führte das Krankenhaus ungefähr 3245 Konsultationen, 48 große Operationen, 18 Geburten und 210 kriegsbedingte Trauma-Fälle Behandlungen pro Monat durch. Eine ganze Familie, die in der Nähe des Krankenhauses wohnte, wurde getötet.

Das Latamneh-Krankenhaus in der Vorstadt von Hama wurde ebenfalls um 5:15 Uhr morgens Damaskuszeit angegriffen. Das Krankenhaus wurde zuvor schon am 25. März 2017 angegriffen. Ein Labortechniker wurde unter den Trümmern begraben, aber Retter konnten ihn herausziehen sodass er überlebte - das Ausmaß seiner Verletzungen ist noch unbekannt.

Ein Flüchtlingslager in Maarah, im Vorort von Idlib wurde auch heute angegriffen und verursachte große Zerstörung. Vorläufige Berichte zeigen, dass mindestens zwei getötet und 37 verwundet wurden. Diese Zahlen werden voraussichtlich steigen. Ein Doktor und ein Journalist von Qatar Red Crescent (Qatar Rotes Kreuz) wurden auch bei den Angriffen getroffen, als sie ein Gesundheitszentrum in Janudiyah, Idlib besuchten. Der Journalist wurde bei dem Anschlag getötet und der Arzt ist kritisch verletzt.

Dr. Khaula Sawah, Vorstandsmitglied von UOSSM USA, sagte: "Ich bin durch die heutigen Ereignisse zutiefst beunruhigt, so viele Krankenhäuser wurden außer Betrieb genommen und Tausende wissen nicht wohin und sind den täglichen Bombardierungen ausgesetzt, ganz ohne medizinische Versorgung. Ich bin untröstlich über die Leute im Maartah-Flüchtlingslager, die schon alles verloren hatten. Die Überlebenden dieses schrecklichen Angriffs müssen nun versuchen, einen neuen, sicheren Ort zum Leben zu finden ... Ich weiß nicht, ob es einen sicheren Platz für diese Inlandsflüchtlinge gibt. Die Täter dieser Kriegsverbrechen müssen sofort gestoppt und vor Gericht gestellt werden.“

Ein gemeinsames Statement des Regionalen Humanitären Koordinators und des Humanitären Koordinators der jüngsten Luftangriffe sagte: "Die UNO-Gemeinschaft ist entsetzt über den anhaltenden Schaden und die Zerstörung von medizinischen Einrichtungen in Nord-Syriens, die Hunderttausende von Menschen im Gesundheitswesen berauben."

„Es ist völlig unakzeptabel, dass Einrichtungen und Menschen, die versuchen, Leben zu retten, bombardiert werden", sagte Kevin Kennedy, Regionaler Humanitärer Koordinator für die Syrien-Krise. „Die anhaltenden und unaufhörlichen Angriffe auf Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen sind eine der schrecklichsten Merkmale in diesem Krieg und hat das Leben von Hunderten vom medizinischen Personal gekostet und beraubt Menschen in Not ihrer grundlegenden Menschenrecht - das Recht auf Leben. Es muss aufhören."

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